Es ist sehr wichtig, dass wir den Plastikverbrauch reduzieren. Aber wo fängt man da am besten an? Warum nicht einfach damit beginnen, die Küche Stück für Stück von Plastik zu befreien? Das hat nicht nur einen positiven Einfluss auf den Plastikverbrauch und auf die Umwelt, sondern auch auf unsere Gesundheit. Denn häufig kommen unsere Lebensmittel und Mahlzeiten mit Plastik in Berührung. Dadurch können Weichmacher wie BPA und andere Giftstoffe an die Lebensmittel abgegeben werden – über die wir sie schließlich in unseren Körper aufnehmen. Ich möchte Euch heute 5 einfache Tipps geben, wie Ihr Eure Küche in eine plastikfreie Küche verwandeln könnt und so der Umwelt, Eurer Gesundheit und Eurem Portemonnaie etwas Gutes tut – denn viele Alternativen sind sogar günstiger und halten länger.

Tipp #1: Verwende Schneidbretter aus Holz oder Bambus

Es muss nicht immer Plastik sein. Für die plastikfreie Küche gibt es nachhaltige und umweltfreundliche Bretter, die aus Holz oder Bambus bestehen. Der große Vorteil dieser Schneidbretter ist, dass das Material, aus dem sie gefertigt werden, nachwächst. Und optisch machen sie auch was her. Schneidbretter aus Holz oder Bambus sind zudem sehr hygienisch, da sie über ihr eigenes antibakterielles Reinigungsmittel in Form von Gerbstoffen verfügen. Bearbeitet man die Oberfläche des Bretts mit der Messerklinge, werden diese Gerbstoffe freigesetzt. So bleibt das Schneidbrett immer schön hygienisch.

Plastikverbrauch: ca. -1,5kg

Schneidbrett aus Holz

Credit: Caroline Attwood

Tipp #2: Verzichte auf Kaffeekapseln und entscheide Dich lieber für Filterkaffee

Kaffeekapseln aus Plastik sind nicht umweltfreundlich und haben nichts in einer plastikfreien Küche – das möchte ich an dieser Stelle ganz klar betonen. Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 2 Milliarden Kaffeekapseln aus Plastik verbraucht. Das entspricht etwa 4000 Tonnen Plastikmüll, die ganz einfach vermieden werden können. Entscheide Dich lieber für Röstkaffee. Den gibt es in der Regel in plastikfreien 250g, 500g oder 1kg Packungen. Das geht zwar nicht so schnell, wie Kaffee aus der Kapsel auf Knopfdruck, dafür ist Röstkaffee aber nachhaltig, schmeckt besser und ist deutlich günstiger, denn Kaffeekapseln kosten ca. 80€ pro Kilogramm Kaffee. Dieses Geld kann man lieber in fair produzierten und nachhaltig angebauten Röstkaffee investieren.

Plastikverbrauch: ca. -3kg

Tipp #3: Wähle Spülbürsten aus Holz

Sie gehört schon fast zur Grundaustattung eines Deutschen Haushalts: die Spülbürste aus Plastik. Dabei lässt sie sich wunderbar durch plastikfreie Alternativen ersetzen. Durch Holz zum Beispiel. Eine Spülbürste aus Holz gehört definitiv in jede plastikfreie Küche. Sie ist günstig und macht auch optisch etwas her. Zudem ist sie sehr robust und hält mindestens genauso lange, wie die herkömmlichen Spülbürsten aus Plastik.

Plastikverbrauch: ca. -0,3kg

Tipp #4: Nutze plastikfreie Behälter zur Aufbewahrung von Lebensmitteln

Auch bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln geht es ganz ohne Plastik. Warum nicht einfach das Müsli in einem Behälter aus Glas aufbewahren? Oder warum nicht einfach das Mittagessen in einer Edelstahl Lunchbox transportieren? Beide Alternativen sind komplett frei von Plastik und Weichmachern wie BPA und anderen Giftstoffen. Und auslaufsicher sind sie auch, sodass man auch flüssige Mahlzeiten und Lebensmittel sicher und zuverlässig aufbewahren kann. Und das Schöne ist: die plastikfreien Alternativen nehmen keine schlechten Gerüche an und sind besonders robust und langlebig.

Plastikverbrauch: ca. -3kg

Credit: ecoGecko

Tipp #5: Nutze Besteckkästen aus Holz oder Bambus

Auch der letzte Tipp für eine plastikfreie Küche ist sehr simpel umzusetzen, hat aber einen großen Einfluss auf den Plastikverbrauch. Denn aufgrund der Größe benötigt man für einen Besteckkasten ganz schön viel Material. Dank der plastikfreien Alternativen kann hier deshalb sehr viel Plastikmüll eingespart werden. Besteckkästen aus Holz oder Bambus sind zudem edel und hochwertig und machen mit ihrer Optik das Öffnen der Schublade zum Erlebnis.

Plastikverbrauch: ca. -1,2kg

Habt ihr bereits das Plastik in eurer Küche reduziert? Wenn ja, welche Alternativen habt ihr gefunden?